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E-Mobilität: Projekt "SAM" geht in die zweite Stufe

"Südwestfalen, Autonom & Mobil"
190902 SAM Gruppenfoto

E-Mobilität: Projekt "SAM" geht in die zweite Stufe

02. Sep. 2019 / Technology

Im Rathaus der Stadt Lennestadt wurde am 02. September 2019 die zweite Stufe des Pilotprojekts „SAM“ offiziell gestartet. SAM steht für „Südwestfalen Autonom & Mobil“. Bis Sommer nächsten Jahres soll dabei ein hochautomatisierter Shuttle-Bus zunächst in Drolshagen und danach in Lennestadt-Meggen für jeweils vier Monate auf öffentlichen Straßen getestet werden. Das Pilotprojekt wird vom Berliner Unternehmen Nuts One GmbH umgesetzt und baut auf einer Machbarkeitsstudie vom Frühjahr 2019 auf, in deren Rahmen auch der Demobetrieb mit einem derartigen Fahrzeug in Drolshagen Mitte März stattfand.

Günter Padt, Geschäftsführer des Zweckverbandes Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) und Auftraggeber von SAM, sagte dazu: „Südwestfalen ist typisch für viele ländliche Räume in Deutschland – wir spielen hier klar eine Vorreiterrolle. Wichtig ist uns aber, diese tolle Innovation von vornherein als Teil des öffentlichen Nahverkehrs zu begreifen.“ „Solche Projekte sind enorm wichtig für die Zukunft der Region und sind erste Schritte in Richtung eines nachhaltigen Mobilitätsmixes“, sagt Dr. Stephanie Arens, Leiterin der REGIONALE 2025 bei der Südwestfalen Agentur, die Teil des Lenkungskreises des Projekts ist. „Die Kommunen und die REGIONALE 2025 werden von den Erfahrungen und dem Austausch lernen.“

Im Rahmen des Vorhabens geht es neben dem täglichen Einsatz des hochautomatisierten Shuttles, das übrigens immer mit einer Sicherheitsperson an Bord unterwegs sein wird, um wichtige Erkenntnisse zum Zulassungsprozess, zur Ladetechnik, zu den Anforderungen an die Einsatzstrecken und nicht zuletzt um die Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern, die das Fahrzeug kostenlos benutzen können. Hierfür werden die Fahrgäste sowie Anwohnerinnen und Anwohner befragt.

Neben dem ZWS als öffentlichem Auftraggeber freuen sich auch die Bürgermeister der beiden Kommunen Drolshagen und Lennestadt, Ulrich Berghof und Stefan Hundt, sehr auf das Pilotprojekt, wie sie in ihren Statements betonten. Darüber hinaus beteiligen sich örtliche Unternehmen an der Finanzierung von SAM. Es handelt sich um die Firma Mennekes, die Krah-Gruppe sowie Bigge-Energie. Die regionale Industrie soll auch inhaltlich in das Vorhaben einbezogen werden. Sie möchten die gewonnenen Erfahrungen zur Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsfelder nutzen. Als Betreiber des hochautomatisierten Kleinbusses der Firma Easymile fungiert die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd GmbH (VWS).
„Niemand weiß heute, wie der öffentliche Nahverkehr im Jahr 2030 genau aussehen wird. Umso wichtiger ist es, bereits heute diese Zukunft aktiv mitzugestalten. Die an SAM beteiligten Partner möchten dazu in Südwestfalen ihren Beitrag leisten“, so Padt, der sich gut vorstellen kann, dass fahrerlose Shuttles den ÖPNV der Zukunft flächendeckend effektiv ergänzen werden.

Für die Industriepartner ist SAM ein hochinteressantes Technologie-Projekt. Christian Hermann, Geschäftsführer der KRAH Unternehmensgruppe: „Wir und die anderen beteiligten Unternehmen erhoffen uns durch den Probebetrieb des Shuttle-Bus neue Erkenntnisse, die anschließend in den Unternehmen für innovative Weiterentwicklungen des jeweiligen Produktportfolios hervorbringen sollen.“


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